Dipl.-Ing. FH Sabine Jansen Gebäudeenergieberatung




Heizkosten senken


Heizungstechnik Heute:

Sparsam heizen - Sinnvoll lüften!

Heizen Sie nur wo es nötig ist und wenn es nötig ist. In unbenutzten Räumen und Nachts können Sie die Temperatur absenken. Für jeden Raum können Sie eine gewünschte Temperatur einstellen, z.B. im Wohnraum 20° und im Schlafraum 15°.

Nicht unnötig viel Lüften. Dauerlüften vermeiden. Gekippte Fenster im Winter vermeiden.

Brennwerttechnik

Als Heizkessel für fossile Energien, Heizöl oder Erdgas, werden heute verbesserte Brennwertkessel eingesetzt. "Brennwert" bedeutet, das die Wärme des heißen Wasserdampfes der Abgase noch einmal entzogen wird - über Wärmetauscher im Abgasweg. Es fällt ein saures Kondensat an. Wegen dieser zusätzlichen, aus der Kondensation erzeugten, Wärme haben Brennwertkessel ungewöhnlicherweise Nutzungsgrade über 100%.

Heizen mit Holz

Pelletkessel

Die Pelletheizung ist ökologisch gesehen eine gute Wahl. Pellets leisten ca. 5,0 kWh/kg. Im Vergleich mit Öl- oder Gasheizungen sind die CO2-Emissionen deutlich geringer. Der Kesselnutzungsgrad des Wärmeerzeugers sollte über 90% liegen.
Die Brennstoffkosten von Pelletheizanlagen liegen unter denen von Ölheizungsanlagen. Die Preisentwicklung stellt sich allgemein günstiger und verlässlicher dar als bei Gas und Öl.

Qualität der Pellets

Pellets unterliegen der neuen Norm EN 14961-2 vom Juli 2010. Beim Kauf der Pellets sollten Sie auf diese Zertifizierung achten.

Holzvergaserkessel

Zentral im Heizraum kann ein Scheitholzvergaserkessel aufgestellt werden. Besonders in ländlichen bewaldeten Regionen, wo Brennholz nah und kostengünstig ist ist dies eine beliebte und ökonomische Heizform. Scheitholzvergaserkessel haben heute eine sehr ökonomische Verbrennung mit geringen Schadstoffemissionen. In einer oberen Brennkammer wird das Stückholz geschichtet und vergast. In einer unteren Brennkammer wird das Gas verwirbelt und mit restlichen Holzanteilen verbrannt. Der Holzvergaserkessel sollte immer in Kombination mit einem Pufferspeicher betrieben werden. So kann im Winter 1x täglich eingeheizt werden, der Pufferspeicher aufgeheizt, und das Verteilungssystem wird sich über den Tag hinweg aus dem Pufferspeicher speisen.

Holzöfen - Kaminöfen

Ein alter Holzofen und einfacher klassischer Kaminofen brauchen eine relativ große Menge an Holz. Sie haben hohe Abgasverluste und hohe Schadstoffwerte. Zudem ist die Feinstaubfreisetzung hoch. Holzgas und Feinstaub gelangen zum großenteils unverbrannt und auf kürzestem Weg über den Schornstein ins Freie. Hier sind vom Gesetzgeber in Kürze Regelungen zu erwarten. Für neue Öfen gibt es große Qualitäts- und Preisunterschiede. Die Ofenhersteller arbeiten an sehr guten Lösungen.

Holzvergaseröfen dezentral

So gibt es mittlerweile Holzvergaseröfen und Holzvergaser-Kamine für den Wohnbereich, beispielsweise:
Wallnoefer  -   Specht Öfen - Xeeos Twinfire  -   Powall.

Durch spezielle Luftführung wird die Verbrennung optimiert. Das Holz wird, wie beim Scheitholzvergaserkessel mittels einer Brenndüse vergast und in einer zweiten Brennkammer erneut verbrannt. Durch Luftumlenkung fällt eine große Menge Feinstaub bereits im Kamin ab.
Der Wirkungsgrad ist bei Holzvergaserkaminen um 90%

Wasserführender Holzvergaserkamin

Im gut gedämmten Gebäude den Heizkessel zentral im Wohnzimmer aufzustellen kann bei offenem Grundriss eine gute Lösung sein. Gleichzeitig speist der Ofen einen im Nachbarzimmer aufgestellten Pufferspeicher mit der überschüssigen Energie.

Thermische Solaranlagen

Bei vielen Gebäudeuntersuchungen, die ich vornehme, schneidet die thermische Solaranlage in der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung positiv ab. Die Investition rechnet sich fast immer gegen die Heizkostenersparnis auf - und - die Unabhängigkeit von Energiepreiserhöhungen gibt Ihnen ein gutes Gefühl. Das Heizen mit Sonnenenergie verursacht keine Emissionen und hat keinen Primärenergieverbrauch zur Folge. Durch marktübliche Solaranlagen können bei uns bis zu 70% des jährlichen Energiebedarfs für Warmwasser gespart werden. Zur Heizungsunterstützung werden die Solaranlagen so eingesetzt das sie ca. 20% der Heizenergie übernehmen. Mit einer Solaranlage lohnt es sich den Warmwasserspeicher größer zu dimensionieren um auch Tage zu überbrücken an denen die Sonneneinstrahlung nicht optimal ist. Eine gute Planung und Dimensionierung der Anlage ist wichtig. Holen Sie sich Vergleichsangebote ein! Eine Gewährleistung für die Funktionsfähigkeit der Anlage sollte ebenfalls gegeben werden, Gewährleistungszeiträume sind 5 bis 10 Jahre.
Auch ein Aspekt: Solaranlegen werden staatlich gefördert.

Wärmepumpe

Mit der Wärmepumpe wird ein Wärmemedium mit niedriger Temperatur (Erdreich, Wasser) in höhere Temperaturen umgewandelt. Es ist ein Kreislaufprozess vergleichbar mit einem Kühlschrank im umgekehrten Prinzip: Verdampfen, Verdichten, Verflüssigen und Entspannen eines Kältemittels. Der Verdichter arbeitet mit, derzeit meist elektrischer, Antriebsenergie. Eine gute Wärmepumpe braucht ¼=25% Antriebsenergie um 100% Wärmeenergie bereitzustellen. Als Wärmequellen dienen Grundwasser, Abwasserwärme, Erdreich oder auch Außenluft. Wärmepumpen sind besonders sinnvoll wenn die Temperaturdifferenz der Wärmequelle zur Vorlauftemperatur der Heizung nicht zu hoch ist. Fußbodenheizung oder Wandheizung sind ideal.

KWK und BHKW

KWK-Anlagen (= Kraft-Wärme-Kopplung) und Blockheizkraftwerke sind Anlagen die Strom und Wärme gleichzeitig erzeugen, also kleine Kraftwerke für Stromerzeugung direkt vor Ort. Die bei der Stromerzeugung anfallende Abwärme wird für die Heizung genutzt. Überall wo Strom in größeren Mengen und gleichzeitig Heizwärme gebraucht wird sind sie sehr sinnvoll.

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