Dipl.-Ing. FH Sabine Jansen Gebäudeenergieberatung
Energieberatung für Denkmale



Energieberatung für Wohngebäude, Denkmale und besonders erhaltenswerte Bausubstanz

Energieberatung für Denkmale

Energieberatung

Die KfW bietet mit dem Programm "Effizienzhaus Denkmal" gute Fördermöglichkeiten für eine behutsame und angemessene Sanierung.
Umfang und Art der der Maßnahmen werden, bei historisch wertvollen Gebäuden, auf die Struktur und handwerklichen Details des Gebäudes abgestimmt. Der Sanierungsumfang richtet sich nach den Möglichkeiten und Angemessenheit.
> zur KfW-Seite Effizienzhaus Denkmal

Besonders erhaltenswerte Bausubstanz

"Besonders erhaltenswerte Bausubstanz" sind Gebäude die keine Denkmale sind, dennoch in ihrer historischen Substanz, oder im stadtplanerischen Kontext, als erhaltenswert gelten. Beispielsweise Gebäude die in einem historischen Ensemble stehen und daher in ihrem Erscheinungsbild nicht maßgeblich verändert werden sollten.
Als besonders Erhaltenswert wird ein Gebäude von der Gemeinde eingestuft und bestätigt.

Thema - Innendämmung der Außenwände

Um die wertvollen historischen Fassaden zu erhalten, bei gleichzeitig gutem Wärmeschutz im Innenraum, wird eine Innendämmung vorgesehen.
Die Dämmstoffdicken bei Innendämmung sind viel geringer als bei einer Dämmung von Aussen. Die bauphysikalischen Eigenschaften der Wandkonstruktion müssen sorgfältig abgewägt werden. Der Mindestwärmeschutz, insbesondere an den Wärmebrücken, Feuchtebelastungen und das Trocknungspotential bei Schlagregenbelastung werden dabei betrachtet.

Durch die Dämmplatten wird die Oberflächentemperatur der Innenwände erhöht. Das verbessert die thermische Behaglichkeit in den Räumen.
Mit geringerem Wärmeverlust durch die Wände wird Heizenergie gespart.
Mit einer Innendämmung lassen sich die Räume schnell aufheizen.
Innendämmung ist gut geeignet für Wandheizungen.
Nachteilig ist:

  • Die Außenwände bleiben relativ kühl
  • Sie dienen nicht so gut als Wärmespeicher wie zuvor
  • Wasserleitungen und Heizungsrohre in der Ausenwand und in der Innendämmung können einfrieren
  • Das Trocknungspotenzial bei Schlagregen und Durchfeuchtung ist vermindert
  • An Wärmebrücken können Feuchteschäden entstehen
Die kritischen Wärmebrücken werden rechnerisch simuliert. Eine Oberflächentemperatur der Innenwand größer/gleich 12,6 °C soll nachgewiesen sein. Hier ist zwischen Fachwerk-Außenwand und Innenwand ein Dämmstein eingefügt. Die Wärmebrücke ist mit 16,3°C an der kritischsten Stelle in Ordnung.

Innendämmung mit kapillar aktivem Material

Die heute favorisierte Dämmtechnik ist eine diffusionsoffene Innendämmung mit kapillar aktivem Material. Der Dämmstoff soll Feuchte aus dem Innenraum aufnehmen und ausgleichen können. Die Feuchte soll gleichzeitig über die Bauteilschichten kapillar nach Aussen transportiert werden können. Mineralschaumplatten oder Kalziumsilikatplatten bieten das. Die Platten müssen hierzu vollflächig im Kontakt mit dem Untergrund aufgebracht werden.


Fachwerk-Wand vorbereitet zur Anbringung der Innendämmung aus Mineralschaum


Für die Fensteranschlüsse werden dünnere Leibungsplatten eingesetzt. Der kritische Punkt am Fensteranschlag ist hier knapp nachgewiesen - Temperatur 12,91°C. Feuchte- und Schimmelgefahr ab Temperaturen unter 12,6°C.


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